Schöner wohnen für alle!

Zu dem Thema Stadtentwicklung im Süden Hamburgs haben wir eine Broschüre herausgegeben. Hier könnt ihr sie herunterladen: Vorbei an den Bedürfnissen – Hintergründe zur Aufwertung der Elbinseln (PDF)

Sie nennen es „Aufwertung“ oder „Verbesserung des Wohnumfeldes“ und meinen damit die Umstrukturierung ganzer Stadtteile. Der „Sprung über die Elbe“ ist der aktuelle Versuch von Senat und Stadtplanern die Bezirke in Hamburgs Süden, vor allem Wilhelmsburg und die Veddel, aufzuwerten. Was zunächst gut klingt, entpuppt sich als das genaue Gegenteil. Es ist der typische Prozess: „Junge Kreative“, Studenten und andere sollen als Pioniere in die „Problemstadteile“ gelockt werden und eine schleichende Veränderung herbeiführen. Im Zuge der Internationalen Bauausstellung (IBA), die 2013 in Wilhelmsburg stattfinden soll und über spezielle Sonderbefügnisse in Sachen Stadtplanung verfügt, werden die Stadtteile umstrukturiert und für neue, marktkonforme und besserverdienende BewohnerInnen schick gemacht. Die Folgen für die derzeitigen Menschen in den Vierteln sind bereits spürbar: Steigende Mieten führen zur Verdrängung vieler alter BewohnerInnen an die Ränder der Stadt.

Doch es regt sich Widerstand auf der Elbinsel. Verschiedene Initiativen organisieren sich und stellen sich den Verwertungsabsichten von Immobilienbesitzern, Senat und IBA entgegen.

Vorbei an den Bedürfnissen – Hintergründe zur Aufwertung der Elbinseln (PDF)
Sprung über die Elbe – Wer springt wohin? (PDF)


Podiumsdiskussion

29.06.09 – 19:30 Uhr – Bürgerhaus Wilhelmsburg – Mengestr. 20

Eine Gesellschaft für alle? – Perspektiven für die Stadtteilpolitik in Wilhelmsburg
Mit VertreterInnen des AK Umstrukturierung, des Vereins Zukunft Elbinsel e.V., des Projekts Revolutionäre Perspektive und der Basisgruppe Wilhelmsburg der linksjugend [’solid]

Die IBA hat eines geschafft: Dank ihrer allgegenwärtigen Imagekampagne weiß ganz Hamburg, dass es mit dem einstigen „Problemviertel“ Wilhelmsburg „aufwärts“ geht. Offensichtlich versteht der Senat aber etwas Anderes darunter als die Menschen vor Ort. Infolge der südlichen Hafenquerspange wird noch mehr Verkehr durch Wilhelmsburg geleitet. Die Verdrängung der ansässigen Bevölkerung scheint erwünscht und beschlossene Sache zu sein – ebenso wie die anhaltende Vernachlässigung „sozialer Brennpunkte“ wie z.B. Kirchdorf-Süds. Ist eine solche Politik wirklich im Interesse der StadtteilbewohnerInnen? Eine Zusammenarbeit mit dem Senat, der IBA und der igs ist vor diesem Hintergrund nur Kosmetik. Aber welche Perspektiven besitzen die lokalen Initiativen vor Ort überhaupt noch für eine Alternative?

(Eine Veranstaltung der Basisgruppe Wilhelmsburg der linksjugend solid)

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

Das könnte auch interessant sein...