Wir feiern den 8. Mai

Am 8. Mai diesen Jahres jährt sich die Befreiung Deutschlands vom Faschismus zum 65. mal. Zu diesem Anlass gibt es das Projekt Fußnote*, das vielschichtige Dimensionen von Täterschaft, Beteiligung, Widerstand, Gewalt und Ausgrenzung vergegenwärtigen möchte. Durch das Anbringen von Texten an über 30 Orten in Hamburg, soll die Geschichte der jeweiligen Orte und deren Rolle im Nazi-Faschismus sichtbar gemacht werden. Auch auf der Veddel und in Wilhelmsburg wird es zwei Veranstaltungen geben, in deren Rahmen auf jene Orte und Menschen aufmerksam gemacht werden soll, die bei den offiziellen Gedenkveranstaltungen kaum Erwähnung finden. Dies geschieht durch temporär angebrachte Texte zu Orten in Hamburg, die mit Nationalsozialismus im Alltag, Denuziation, Verfolgung, Zwangsarbeit und ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz, Kriegsgeschehen und Kriegsende in Zusammenhang stehen.

Wir laden zum öffentlichen Anbringen der Fußnoten auf der Veddel und in Wilhelmsburg:

5. Mai 2010:

16:00 Uhr: Am Überseeheim Ballinstadt – Veddeler Bogen 2
(In den Baracken der ehemaligen „Auswandererhallen“ in der Ballinstadt
wurden Kriegsgefangene inhaftiert)

17:30 Uhr Flugabwehrbunker Wilhelmsburg – Neuhöfer Straße 7
(Der Flakbunker wurde von Zwangsarbeitern aus Dänemark, Frankreich und
Belgien gebaut)

Im Zuge der beiden Veranstaltungen werden die Texte mit Sprühschablonen
angebracht und kurze Reden gehalten, die die jeweiligen Orte und deren
Geschichte thematisieren.

Desweiteren findet am 8. Mai, zum Tag der Befreiung, vor dem Infoladen
Wilhelmsburg (Fährstr. 10) zwischen 15 und 17 Uhr ein kostenloser
Sektausschank statt.

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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