Solidarität mit den GenossInnen aus der Schweiz und Schweden

Nicht erst seit dem §129b-Prozess gegen vermeintliche Mitglieder der DHKP/C muss sich die Linke wieder vermehrt mit dem Thema Knast auseinandersetzen. Immer häufiger landen GenossInnen aufgrund ihrer politischen Aktivitäten im Gefängnis. Aktuell befinden sich auch drei Genossen aus der Schweiz in Untersuchungshaft. Auch in Schweden sitzen seit einigen Monaten zwei Genossinnen im Knast, denen vorgeworfen wird, einen Rassisten angegriffen zu haben. Im Folgenden findet ihr Solidaritätserklärungen aus der Schweiz und Schweden.

Erklärung aus der Schweiz:

Solidaritätserklärung mit den drei verhafteten Genossen

Am Vergangenen Donnerstag (29. April) wurden bei zwei Genossen eine Hausdurchsuchung wegen angeblichen DNA-Spuren bei einem Farbanschlag gegen die Credit Suisse in Zürich am Ersten Mai 2009 durchgeführt. Danach wurden sie in Untersuchungshaft gesetzt. Grund dafür ist die „Kollusions-“ beziehungsweise „Verdunkelungsgefahr“ – bei einer verdächtigten Tat, die fast auf den Tag genau ein Jahr zurückliegt, kommt die Gefahr möglicher Vertuschungen denkbar spät… Viel wahrscheinlicher ist, dass der Zeitpunkt der Durchsuchungen und Verhaftungen im Zusammenhang mit dem Ersten Mai 2010 stand: Ein gescheiterter Versuch die Leute noch vor dem Ersten Mai abzuschrecken und davon abzuhalten, sich an den verschiedensten Sachen am Ersten Mai zu beteiligen.

Wir solidarisieren uns mit den drei Genossen!
Drinnen und Draussen – Ein Kampf!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Spenden an: Soli-Kasse, PC 87-500165-2

Erklärung aus Schweden:
Solidarität mit den schwedischen Genossinnen!

Beide Gefangenen sind Mitglieder der Revolutionären Front in Schweden (revfront.org) und unterliegen deshalb einem „speziellen“ Status, dem sonst nur Mitglieder der Hells Angels o.Ä. unterliegen. Das bedeutet, dass sie öfter durchsucht und anderweitig belästigt werden.

Ziel des Angriffs, für den sie verurteilt wurden, war der Sekretär der Parteiführung der „Schwedischen Demokraten“, einer Partei, die ähnlich ausgerichtet ist wie die faschistische (britische) BNP oder Le Pen.

Beide Gefangenen dementieren die Vorwürfe, auf Grund derer sie verurteilt wurden.

Gewöhnlich wird in Schweden solch ein Angriff mit sechs Monaten Gefängnis bestraft. Die in diesem Fall verhängten Strafen sind eine politische Bestrafung zweier überzeugter Sozialisten, die viele Jahre in Gewerkschaften, Stadträten und Organisationen von unten für die Arbeiterklasse gekämpft haben. Sie verdienen jegliche Unterstützung!

Seid solidarisch, zeigt den Genossen, dass sie nicht allein sind und schreibt ihnen Briefe

Hanna Brown
Sitzt für 1 Jahr und 4 Monaten im Knast nachdem sie für einen Angriff auf ein führendes Mitglied der „Schwedischen Demokraten“ verurteilt wurde. Hanna sitzt in einem „geschlossenen“ Gefängnis, jeder Brief an sie wird gelesen und es kann bis zu 2 Wochen dauern, bis sie ihre Post bekommt. Wurde in den Gefängnisrat gewählt.

Hanna Brown
kriminalvården ystad
box 1024
27100 ystad

Natalie Nikadon
Sitzt insgesamt 1 Jahr und 8 Monate nachdem sie ebenfalls für den Angriff verurteilt wurde und wird ihr zweites Kind im Knast zur Welt bringen. Natalie sitzt in einem „offenen“ Gefängnis und bekommt ihre Post schneller.

Natalie Nikadon
Anstalten Sagsjön
Box 68
437 21 LINDOME

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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