Stadtentwicklung: Es bewegt sich was!

Das Thema Umstrukturierung, Aufwertung und Verdrängung einkommensschwacher BewohnerInnen in den Hamburger Stadtteilen bleibt aktuell. Aber auch der Widerstand schläft nicht. In vielen Stadtteilen und diversen Bereichen bewegt sich was. So haben z.B. in Wilhelmsburg MieterInnen des Wohnungsbauunternehmens GAGFAH eine Protestfahrt vor die Zentrale des Unternehmens organisiert, um auf ihre Situation im Korallusviertel aufmerksam zu machen. Unterstützung erhielten sie dabei vom Arbeitskreis Umstrukturierung, Mieter helfen Mietern und der AG Wohnen. Die GAGFAH lässt die Wohnungen konsequent verrotten, Heizungen funktionieren nicht und Reperatur- und Sanierungsarbeiten werden verweigert – trotzdem steigen die Mieten. Das Unternehmen spart an den Instandhaltungskosten, um seine Gewinne zu erhöhen. Eine Folge der Privatisierung im Jahr 2004, die einmal mehr die verheerende Logik des privaten Wohnungsmarktes verdeutlicht. Der Protest der BewohnerInnen zeigt aber auch, dass Widerstand möglich ist und wir unsere Interessen gegen Staat und Kapital selbstorganisiert durchsetzen müssen. Wie die GAGFAH nach der Aktion und dem erfolgten Imageschaden regiert beibt abzuwarten.

Desweiteren hat der Arbeitskreis Umstrukturierung (AKU) aus Wilhelmsburg eine neue Broschüre herausgegeben: Alles, alles verkehrt – Wie das Stadtentwicklungsinstrument „Internationale Bauausstellung“ Wilhelmsburg und die Veddel verwertbar aufbereiten soll und was das für die BewohnerInnen bedeutet.

Außerdem veranstaltet das hamburgweite Recht auf Stadt-Netzwerk vom 02.-05. Juni 2011 eine Konferenz zum Thema Stadtentwicklung. An vielen Orten in der Stadt soll geplantes und ungeplantes passieren. Es wird über neoliberale Stadtpolitik, Soziale Frage & Wohnen, Arbeit, Gender und Ökologie sowie Formen des Widerstandes diskutiert werden.

Mehr dazu auf : http://kongress.rechtaufstadt.net/

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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