Jugendblock am Antikriegstag 2011

Anlässlich des Antikriegstages fand am 1. September 2011 die traditionelle Friedens- und Antikriegsdemonstration statt. Der Antikriegstag erinnert an den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen am 1. September 1939. Seit Ende der 1950er Jahre wird der Antikriegstag von linken Organisationen, der Friedensbewegung und Gewerkschaften als Mahntag gegen Krieg und Faschismus veranstaltet. Unter dem Motto „Dem Frieden eine Chance – NATO raus aus Afghanistan“ versammelten sich am frühen Abend etwa 400 Menschen am Kriegsklotz, nahe dem Bahnhof Dammtor. Die Demo, die jährlich vom „Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung“ organisiert wird, zog von dort in die Innenstadt. Neben dem Spektrum der Friedensbewegung beteiligte sich erstmals ein Jugendblock an der Demonstration. Rund 50 TeilnehmerInnen kamen zu dem Block des Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr“ (BoB), der klar machte, dass Militär und Krieg keine Berufsperspektive für junge Menschen sein sollten. Während einer Zwischenkundgebung in der Mönckebergstraße wurde vom angrenzenden Karstadt-Gebäude ein großflächiges Transparent mit der Aufschrift „Bildung ohne Bundeswehr – Krieg ist keine Berufsperspektive“ hinuntergelassen. Zeitgleich wurden hunderte Handzettel in die belebte Fußgängerzone geworfen. Auch ein lautstarker Block der Kampagne „Tatort Kurdistan“, der die Rüstungsgeschäfte und Verstrickungen deutscher Unternehmen in den Krieg in Kurdistan thematisierte, nahm an der Demo teil.

In dem neugegründeten Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr“ sind verschiedene linke antimilitaristische Gruppen, Schülervertretungen und GewerkschafterInnen vertreten. Das Bündnis richtet sich gegen die verstärkten Rekrutierungsversuche der Bundeswehr an Schulen, Unis, Arbeitsämtern und Jobmessen. Mit Informationen und öffentlichen Aktionen wird zukünftig gegen den Werbefeldzug der Soldaten mobil gemacht.

Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr“

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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