Heraus zum Tag der politischen Gefangenen!

Der 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen. Die §129-Verfahren nach den erfolgreichen antifaschistischen Aktivitäten in Dresden, der Prozess gegen zwei angebliche Mitglieder der Revolutionären Zellen (RZ), die §129b-Verfahren gegen kurdische und türkische GenossInnen und die unzähligen kleineren und größeren Prozesse gegen AntifaschistInnen und revolutionäre Linke zeigen es: Die Repression des Staates ist nach wie vor Alltag. Um die bestehenden Herrschaftsverhältnisse abzusichern, greifen die Staaten auf Einschüchterung, Überwachung, Knast und andernorts auch Folter und Mord zurück. Am 18. März thematisieren wir die staatliche Repression und zeigen unsere Solidarität mit den politischen Gefangenen. In Hamburg wird im Rahmen des kurdischen Widerstandsfests Newroz am 20. März, um 18 Uhr, eine Knastkundgebung vor dem UG-Holstenglacis stattfinden, wo zur Zeit der kurdische Aktivist Ali Ishan inhaftiert ist.

Der „Tag der politischen Gefangenen“ nimmt Bezug auf die Gründung der Pariser Commune 1871, dem ersten Versuch von ArbeiterInnen eine befreite und klassenlose Gesellschaft zu errichten. Die 71 Tage Rätedemokratie in Paris wurden blutig niedergeschlagen. 30.000 Tote und 38.000 Gefangene waren die Folge. Im Januar 1923 erklärte die Rote Hilfe International den 18. März zum „Internationalen Kampftag für alle revolutionären politischen Gefangenen und Verfolgten“. Mit dem deutschen Faschismus endet die Tradition des „Tags der politischen Gefangenen“ und erst Mitte der 1990er Jahre wurde der Tag durch verschiedene linke Initiativen wiederbelebt.

Mehr zu Ali Ishan, der Knastkundgebung und anschließenden Demonstration am 20. März findet ihr hier: http://freealiihsan.tk

Weitere Termine, Informationen etc. zum „Tag der politischen Gefangenen“ gibt’s auf der Sonderseite der Roten Hilfe: http://www.18maerz.de

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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