Rebellion der Kosten – Ausbildungsgehalt für Erzieher_innen!

Foto-640x372Werdende Erzieher_innen haben sich organisiert und fordern ein Ausbildungsgehalt. Sie sind 35 Stunden in der Woche in der Schule oder im Praktikum – das alles unbezahlt. Viele müssen neben der Ausbildung jobben, um ihr Leben zu finanzieren. Jetzt wollen sie gemeinsam auf die Straße gehen und eine Vergütung ihrer Ausbildung erkämpfen.

Konkret fordern sie eine staatliche Finanzierung der Ausbildung, die an der Ausbildungsvergütung für Verwaltungsfachangestellte im öffentlichen Dienst orientiert ist. Die Stadt Hamburg müsste demnach die Bezahlung übernehmen, weshalb sich die Forderung der angehenden Erzieher_innen auch gegen die Senatspolitik mit ihrer wettbewerbs- und standortpolitischen Ausrichtung richtet und soziale Zugeständnisse erzwingen will.

Der Bereich der Pflege, Assistenz und Erziehung ist in den letzten Jahren umstrukturiert und zurechtgeschliffen worden wie kaum ein anderer. Der soziale Sektor wird entweder vernachlässigt oder zunehmend nach einer rücksichtslosen ökonomischen Logik umgestaltet. Fehlendes Personal und wachsender Arbeitsdruck in Kitas oder Kürzungen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind die Folge. Dass die Ausbildung von Erzieher_innen in Hamburg unentgeltlich geregelt ist und die Betroffenen die Qualifizierung ihrer Arbeitkraft letztlich selbst finanzieren müssen, reiht sich hier ein. Denn der Staat und Unternehmen können so Kosten sparen und während der Praktika der Erzieher_innen auf kostenlose Arbeitskräfte zurückgreifen. Aufgrund der chronischen staatlichen Unterfinanzierung bleibt einigen Trägern kaum etwas anderes übrig, als Praktikant_innen als Aushilfen einzustellen.

Unterstützen wir das Anlieger der Erzieher_innen in der Ausildung – kommt zur Demo!

Den offiziellen Aufruf und mehr Infos findet ihr hier: www.oea-hamburg.de

Demonstration „Ausbildung für‘n Eimer? – Wir fordern ein Ausbildungsgehalt!“
11. September 2014 – 14 Uhr – Jungfernstieg – Hamburg

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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