Schluss mit den Schikanen – Solidarität mit Murat Günes!

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Und schon wieder: Erneut versucht die Firma Neupack den Betriebsratsvorsitzenden fristlos zu kündigen. Es handelt sich um den x-ten Kündigungsversuch des früheren Streikaktivisten Murat Günes, der beim Arbeitskampf 2012/2013 eine tragende Rolle spielte. Bisher wurden alle Kündigungen vom Arbeitsgericht abgewiesen.

Hinter den ständigen Angriffen auf Murat Günes und die kämpferische Belegschaft steht der Geschäftsführer von Neupack, Arno Hoeck. Diesmal will er den Betriebsratsvorsitzenden wegen einer angeblich falschen Krankmeldung und Aussagen in einem Interview für die sozialistische Betriebszeitung express vor das Arbeitsgericht zerren. Zuvor setzte Hoeck einen Privatdetektiv auf Murat Günes und seine Familie an, um die ärztliche Krankschreibung zu prüfen. Als ob diese Bespitzelung nicht genug wäre, testete die Detektei anschließend mit einer Schein-Patientin den Arzt, der die Krankschreibung ausstellte. Da die falsche Patientin krank geschrieben wurde, schob Neupack eine erneute fristlose Kündigung nach.

Seit dem Streik ging die Geschäftsführung immer wieder aggressiv mit Abmahnungen und Kündigungen gegen die Belegschaft vor. Insbesondere Murat Günes wurde mit teils abenteuerlichen Konstruktionen regelmäßig erfolgslos gekündigt. Für den heutigen Geschäftsführer Arno Hoeck und die Eigentümerfamilie Krüger geht es aber nicht allein darum, einen unliebsamen Beschäftgten loszuwerden. Mit den Methoden des Union Bustings betreiben sie gezielten Psychoterror gegen einzelne Gewerkschaftsaktivist_innen und schüchtern die gesamte Belegschaft ein, damit diese nicht wieder für ihre Interessen zu kämpfen wagt.

Bei dem Verpackungshersteller Neupack wurde ab November 2012 einer der längsten Arbeitskämpfe in der Geschichte Hamburgs geführt. Der anfänglich entschlossene Kampf für einen Tarifvertrag konnte am Ende nicht gewonnen werden, auch weil die zuständige Gewerkschaft IG BCE eine Ausweitung des Arbeitskampfes immer wieder torpedierte.

Lasst uns deutlich machen, dass Murat Günes und die Kolleg_innen von Neupack nicht alleine sind! DIDF und der (ehemalige) Neupack-Soli-Kreis rufen zu einer Kundgebung und Pressekonferenz vor dem Gerichtsgebäude auf.

Kundgebung vor dem Arbeitsgericht

08:00 Uhr – Osterbekstraße 96 – Hamburg-Barmbek

Verhandlungsbeginn: 09:00 Uhr

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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