70 Jahre 8.Mai 1945 – Tag der Befreiung!

web_bannerDer Tag der Befreiung vom Faschismus jährt sich 2015 zum 70. Mal. Aus diesem Anlass organisiert ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen einen historischen Stadtrundgang, um an verschiedenen Orten Widerstand gegen den Faschismus erlebbar zu machen und denjeniegen zu gedenken, die gegen den Faschismus gekämpft haben.

Hier ist der Aufruf:

Auf den Spuren des Widerstands – Stadtspaziergang und Demonstration

Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung. Ein Tag der Befreiung  für die Menschen in den durch Nazideutschland besetzten Ländern. Und in Deutschland selbst? Für einen Großteil der resignierten Bevölkerung stellte dieser Tag nach den Kriegsjahren eine Erleichterung dar.
Aber für viele Menschen in Hamburg war der 8. Mai und die militärische Befreiung Hamburgs fünf Tage zuvor tatsächlich eine Befreiung im Sinne des Wortes: Für die Gefangenen im Konzentrationslager Neuengamme und in den über 1000 Zwangsarbeitslagern der Stadt, für die wenigen noch überlebenden Verfolgten in den Verstecken sowie für die wenigen noch nicht gefangen genommenen aus dem Widerstand gegen den Faschismus. Für sie bedeutete dieser Tag ein Ende ihrer Leiden, ihrer Ängste – bedeutete vielfach die Rettung ihrer Leben.
Am 8. Mai 2015 jährt sich dieses Ereignis zum 70. Mal. An diesem Tag wollen wir auf die Straße gehen. Der Faschismus hatte eine Vorgeschichte, hatte Gründe. Wir wollen an ausgewählten Stationen das Geschehene erlebbar machen. Von den 1920er Jahren bis zum Tag der Befreiung. An Orten, die vor allem für diejenigen wichtig waren, die Widerstand geleistet haben, die verfolgt wurden. Orte und Ereignisse, die in der offiziellen Geschichtsschreibung nicht vorkommen.
Und wir wollen zwischen den Stationen demonstrieren. Als diejenigen, die den roten Faden der Geschichte aufnehmen, als diejenigen, die Lehren aus der Geschichte ziehen für die Zukunft, um zu verhindern, dass so etwas je wieder geschieht. Ganz im Sinne Peter Gingolds:

 „Zuviel an Not und Tod, an KZ-Qualen, an Verwüstung und Vernichtung, an millionenfachen Mord hat der Faschismus gebracht, sodass es nichts Wichtigeres geben kann, als Aufstehen gegen jede Erscheinung von Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Neofaschismus, Militarismus.“

Freitag, 8. Mai 2015 // Treffen ab 19:00 Uhr, Start um 19:30 Uhr // Jungfernstieg beim Alterspavillon

mehr Infos gibts beim Hamburger Bündnis gegen Rechts auf facebook

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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