#SupportRojava

Um die Solidarität mit Rojava nicht abreißen zu lassen, den kurdischen Befreiungskampf und die revolutionäre Linke in der Türkei zu unterstützen, gab es in den letzten Wochen vielfältige Aktivitäten. Gleich mehrere Initiativen vor Ort und bundesweite Kampagnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Solidaritätsarbeit fortzusetzen.

Am 27. November 2015 fand erstmals das neue Antifa Enternasyonal Café in der Roten Flora statt. Das gemeinsame Projekte von verschiedenen Gruppen und Menschen der kurdischen und deutschen Linken will ein gegenseitigen Kennenlernen möglich machen, den Austausch stärken und Strategien internationalistischer Praxis diskutieren. Der äußerst gut besuchte Abend macht das Potential deutlich, das in einer engeren Vernetzung von Strukturen besteht. Nach einem Film zur kurdischen Befreiungsbewegung ließen die Gäste des Antifa Enternasyonal Café mit Live-Musik und Cig-Köfte den Tag ausklingen. Am 25. Dezember, um 19 Uhr, öffnen sich erneut die Pforten der frisch renovierten VoKü der Roten Flora für das nächste Antifa Enternasyonal Café.

Einen Tag später gab es in Hamburg eine Demonstration anlässlich des Jahrestages des PKK-Verbots. Trotz des mäßigen Wetters zogen etwa 400 kurdische und deutsche Linke von der Sternschanze zur U-Haft Holstenclacies, in der erneut mehrere Genoss*innen aufgrund des PKK-Verbots inhaftiert sind. Am Knast angekommen wurden die Gefangenen gegrüßt, ihre sofortige Freiheit gefordert und die schmutzigen Geschäfte Deutschlands mit der Türkei thematisiert, die auch durch das Verbot der linken Opposition gedeckt werden. Denn nach 22 Jahren PKK-Verbot werden noch immer Aktivist*innen der kurdischen Befreiungsbewegung verfolgt und eingesperrt. Entlang der Demoroute waren an vielen Orten Plakate mit dem Symbol der PKK verklebt worden, die auf die Internetseite www.pkk-verbot-aufheben.blackblogs.org aufmerksam machten. Dort werden Argument gegen das Verbot geliefert und Menschen dazu eingeladen, als Akt des zivilen Ungehorsam sich öffentlich zur Kurdischen Arbeiterpartei zu bekennen.

Eine Woche später, am 5. Dezember 2015, fanden im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Kampagne „Support Rojava“ in mehreren Städten Demonstrationen und Kundgebungen statt. Auch in Hamburg wurde auf der Demo die Woche zuvor auf die Kampagne aufmerksam gemacht. Zum Aktionstag selbst gab es hier einen kleinen Beitrag: An verschiedenen Stellen wurde mit großflächigen Plakaten auf die Mitmach-Kampagne hingewiesen. Die Kampagne „Support Rojava“ hat sich zum Ziel gesetzt über die vielseitigen Hilfsprojekte in Rojava zu informieren und praktische Solidarität mit dem basisdemokratischen Aufbau vor Ort und der revolutionären Linken in der Türkei und Kurdistan zu leisten. Mehr Infos findet auf der Website: www.support-rojava.org
thumbnail - rojavaDer bundesweite Zusammenschluss „Perspektive Kommunismus“ hat vor wenigen Tagen eine lesenwerte Broschüre mit einem Interview eines in Rojava kämpfenden Genossen herausgegeben. Neben dem Interview finden sich kurze Beiträge zu den verschiedenen Akteuren vor Ort. Als PDF findet ihr sie hier: BERXWEDAN JIYAN E – Interview mit einem Kämpfer zur Revolution in Rojava (PDF)

Klar ist, die Situation in der Türkei und Kurdistan, die ständigen Angriffe auf die Selbstverwaltung in Rojava und die logistische und politische Schützenhilfe Deutschlands in dem Konflikt, machen auch in Zukunft die Solidarität mit linken und fortschrittlichen Kräften vor Ort notwendig, die gegen Krieg, Besatzung und religiösen Fundamentalismus kämpfen. Auch im Jahr 2016 wird die Unterstützung des revolutionären Aufbaus in Rojava ein zentrales Anliegen bleiben.

Nach wie vor aktuell:
Hamburg für Rojava
Tatort Kurdistan
Civaka Azad

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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