Hamburg-Premiere: Wir brauchen keine Erlaubnis

Der Film „Wir brauchen keine Erlaubnis“ (OmdU, 86 Min.) erzählt die bewegende Geschichte der sozialen Kämpfe um die Fiatfabrik im italienischen Turin von 1969 bis zur großen Niederlage 1980. Protagonist des Films ist Pietro Perroti, der als junger Arbeiter nach Turin zieht, um bei Fiat zu arbeiten und politisch aktiv zu werden. Er kauft sich eine kleine Kamera, die er in die Fabrik schmuggelt um dort den Arbeitsalltag in Bild und Ton festzuhalten. Er produziert aussagekräftige Dokumente der Demonstrationen, Streikposten und großen Versammlungen.

Die Dokumentation, die erst kürzlich übersetzt wurde, erzählt vom Klima dieser Jahre; der massenhaften Beteiligung, der Strahlkraft der Kämpfe in die Gesellschaft hinein, aber auch von den Konflikten mit Institutionen und Presse. In einer Zeit, in der die soziale Frage nach wie vor nicht gelöst ist und die Debatten um eine linke Klassenpolitik wieder aufgeflammt sind, lohnt sich ein Blick vorwärts in die Geschichte.

Zu Gast ist Anna Stiede, die die Filmemacher im Rahmen ihrer Bildungsarbeit mit dem Istoreco Institut Reggio Emilia kennengelernt und den Film fürs deutschsprachige Publikum mit Untertiteln versehen hat. Sie wird eine kurze Einführung geben und im Anschluss für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen.

Donnerstag | 28. September 2017 | 20 Uhr | Centro Sociale | Sternstraße 2

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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