Der Rote Abend

Immer wieder Montag? Zum Umgang mit den rechten Kundgebungen

Seit fast drei Monaten finden in Hamburg die sogenannten „Merkel muss weg“- Kundgebungen statt. Zunächst wöchentlich, jetzt nur noch zweiwöchentlich treffen sich im Schnitt 250 Rechte, um ihre kruden Positionen gegen Geflüchtete, Muslime und Linke zur Schau zu stellen. Wie bereits bei Pegida-Demos in anderen Städten kommt zusammen, was zusammen gehört: Mitglieder von AfD und Identitärer Bewegung, NPD-Sympathisant*innen und Verschwörungstheoretiker*innen, Nazi-Hools und „besorgte Bürger*innen“ stehen sich in trauter Eintracht die Beine in den Bauch. Auch wenn sich regelmäßig weitaus mehr Menschen an den Gegenprotesten beteiligen, konnten die lästigen Kundgebungen bisher nicht verhindert werden. Auch andere Städte waren bereits deutlich früher mit ähnlichen Situationen konfrontiert, so etwa Braunschweig und Leipzig, wo es über Jahre zu Aufmärschen der örtlichen Pegida-Ableger kam.

Wir wollen diskutieren, wie antifaschistische Strategien im Umgang mit den rechten Dauerkundgebungen aussehen können. Dazu haben wir Antifaschist*innen aus Braunschweig, Leipzig und Hamburg eingeladen, um uns über die bisher gemachten Erfahrungen auszutauschen. Wie schätzen wir das dort versammelte Spektrum ein, welche Ansätze und Aktionsformen des Gegenprotests haben sich als erfolgreich herausgestellt und wie können wir dem rechten Spuk auch langfristig begegnen?

Freitag | 04. Mai 2018 | ab 19 Uhr geöffnet, 20 Uhr Beginn | Rote Flora | Achidi-John-Platz 1

Der Rote Abend fusioniert mit dem Antifa-Café! Ab jetzt gehen wir gemeinsame Wege – und zwar jeden 1. Freitag im Monat in der Roten Flora. Mit Veranstaltungen zu wechselnden Themen wollen wir aktuelle politische Fragen, Ansätze von Selbstorganisierung und Strategien der antifaschistischen und revolutionären Linken diskutieren.