Antimilitaristischer Hafengeburtstag

Anlässlich des diesjährigen Hafengeburtstages fanden am vergangenen Wochenende verschiedene antimilitaristische Aktionen statt. Unter dem Motto „War starts here“ wurde das Schaulaufen der Bundeswehr gestört und die zunehmende Militarisierung des „größten Volksfestes Hamburgs“ kritisiert.
Der Hafengeburtstag ist mit über einer Million BesucherInnen eines der zentralen Hamburger Großevents. Er bietet der Bundeswehr, insbesondere der Marine, seit Jahren einen Raum für umfangreiche Werbeauftritte. Mit den obligatorischen Kriegsschiffen, einem Konzert eines Bundeswehrorchesters sowie einem Werbezelt wird die „Erlebniswelt Bundeswehr“ in Szene gesetzt. Neben der Rekrutierung neuer SoldatInnen geht es der Bundeswehr vorrangig um die Stimmung an der „Heimatfront“. Mit Werbeveranstaltungen wie auf dem Hafengebuirtstag soll die Legitimation der Bunderswehr ausgebaut und die Akzeptanz für die deutschen Kriegseinsätze erhöht werden. Eine gigantische Werbeshow für Krieg und Militarismus, verpackt in Seefahrtsromatik und Technikbegeisterung.

In den Tagen vor dem Hafengeburtstag wurden antimilitaristische Plakate geklebt und Transparente im Bereich des alternativen Hafengeburtstags aufgehangen. An vielen Ständen des alternativen Hafengeburtstags lagen themenbezogene Flyer und Plakate.  Diese thematisierten neben der Werbung der Bundeswehr vor allem auch die in Hamburg ansässigen Unternehmen, welche mit Krieg ihr Geld verdienen.

Neben der Propaganda gab es auch praktische Aktionen, wie die Blockade von zwei Bundeswehrfahrzeugen oder die Markierung des Büros der Bundeswehr im Hamburger Tropeninstitut nur wenige Meter von der Festmeile entfernt. Am Sonntag wurde das Konzert des Wehrbereichkorps I an der Überseebrücke gestört und pünktlich zur Auslaufparade am Nachmittag gab es Transparente am Ufer gegenüber der Landungsbrücken und auf einer Barkassse.

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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