Biji Azadi – Solidarität mit Rojava

10696429_713998028683319_7038953096617860590_n
Die Menschen in Kobanê kämpfen gegen den Vormarsch des „Islamischen Staats“ (IS). Seit Wochen wird die Stadt durch die YPG, YPJ und PKK gegen die Angriffe verteidigt. Viele Dörfer in der Region sind bereits in die Hände der Islamisten gefallen. Doch Kobanê – sowie die gesamte Region Rojava in Westkurdistan/Nordsyrien – ist zu einem Symbol des Widerstand geworden.

Nach der Übernahme von Mossul, Tikrit und vielen Dörfern in der Region Kobanê, ist die gleichnamige Stadt das Ziel der reaktionären Fundamentalisten geworden. Mit erbeuteten schweren Kriegsgerät und seinen brutalen Methoden gelingt es dem IS immer weiter vorzurücken. Während in der Bundesrepublik Waffenlieferung an die Peschmergas der KDP Barzanis im Irak angeschoben werden und über die Luftschläge der USA und der Anti-IS-Koalition diskutiert wird, schweigt man sich zur Rolle des NATO-Partners Türkei bei der Unterstützung des IS aus. Die Androhung Ankaras, eine Pufferzone in Nordsyrien einzurichten, wendet sich in erster Linie gegen die kurdische Selbstverwaltung in Rojava und nicht gegen den IS.

Denn Rojava wird von den Volksverteidigungseinheit YPG, der Frauenguerilla YPJ und Kräften der PKK verteidigt. Die Region leistet nicht nur entschieden Widerstand gegen die Barbarei des IS. Rojava ist auch der konkrete Versuch, eine basisdemokratische Alternative im Mittleren Osten zu schaffen. Ein auf Räten basierender Aufbauprozess, jenseits von nationalistischen, fundamentalistischen, patriachalen und kapitalistischen Ansätzen hat das gesellschaftliche Leben grundsätzlich verändert.

In den nächsten Tagen und Wochen wird es weitere Aktionen gegen den Terror des IS, die Bedrohung durch das türkische Militär und in Solidarität mit der kämpfenden kurdischen Bewegung geben. Achtet auf (spontane) Ankündigungen und unterstützt die Proteste!

Solidarität mit dem Widerstand in Rojava – Weg mit dem PKK-Verbot!

Für mehr Informationen:
Civaka Azad
Informationsstelle Kurdistan (ISKU)
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan
Kampagne TATORT Kurdistan

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

Das könnte Dich auch interessieren...