Bericht: Demonstration gegen das PKK-Verbot

Am 29.11.2014 gingen in Hamburg 600 Menschen auf die Straße um gegen das Verbot der kurdischen Arbeiter_Innenpartei PKK in Deutschland zu demonstrieren und die Freiheit für Mehmet Demir und alle politischen Gefangenen zu fordern. Aufgerufen haben das Bündnis „Hamburg für Rojava“ und anderen linke Organisationen. Auch Genoss_Innen aus Kiel und Hannover waren angereist um sich an der Demonstration zu beteiligen. Am selben Tag gab es neben Demonstrationen in München und Stuttgart auch eine bundesweite Demonstration in Frankfurt am Main. Gegen 13 Uhr sammelten sich die Teilnehmenden am Bahnhof Sternschanze um von dort, vorbei an der Roten Flora, zum Untersuchungsgefängnis Holstenglacis zu ziehen. Neben verschiedenen Redebeiträgen, welche die aktuelle Situation rund um die immernoch umkämpfte Stadt Kobane thematisierten und auf das fortschrittliche Projekt Rojava eingingen, gab es eine Solidaritätsaktion für den in Freiburg festgenommenen, baskischen Aktivisten Tomas, dem die Auslieferung nach Spanien droht.

Die erste Zwischenkundgebung wurde vom Dach der Roten Flora mit Pyrotechnik und einer großen Flagge der PKK begrüßt. Nach einer Schweigeminute für die gefallenen Revolutionär_Innen ging die Demonstation lautstark weiter zum Untersuchungsgefängnis. Dort sitzt seit Ende August unser Genosse Mehmet. Ihm wird vorgeworfen, sich an der „ausländischen terroristischen Vereinigung“ PKK gemäß Paragraph 129b beteiligt zu haben. Vor dem Knast wurde darauf hingewiesen, dass der Paragraph 129a und b als politisches Instrument gegen fortschrittliche Kräfte abgeschafft gehört. Außerdem gab es eine Grußbotschaft an Jakob S., dem vorgeworfen wird, eine Hausbesetzung im August militant verteidigt zu haben. Unter lauten Parolen und zu kurdischer Revolutionsmusik zog die Demonstration schließlich weiter hinter das Gefängnis, von wo aus Mehmet die Menschen hören konnte, die ihm und anderen Gefangenen viel Kraft wünschten und versprachen, dass der Kampf für ein freies Kurdistan weitergeht.

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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