Auf zum globalen Klimastreik am 29. November 2019

Die Schüler*innen-Bewegung Fridays for Future (FFF) ist ein Teil einer wachsenden Klimagerechtigkeitsbewegung. Seit Protesten gegen den Klimagipfel 2009 über die erfolgreichen Mobilisierungen von Ende Gelände bis hin zu den diversen Bewegungen für eine andere Art von Energiegewinnung, Landwirtschaft und Verkehr hat sich die Bewegung in den letzten 10 Jahren nicht nur deutlich vergrößert, sondern auch inhaltlich breiter aufgestellt. FFF hat mit wöchentlichen Demos und Schulstreiks das Thema Klima nach ganz oben auf die Tagesordnung in der öffentlichen Debatte gesetzt.

Wir teilen die von FFF vorgetragene Kritik und sind ebenso sauer, weil die Politik nicht auf die Wissenschaft hört. Bereits seit den 1980er Jahren wurde von Umweltbewegung und Forscher*innen Maßnahmen gefordert, die bis heute ignoriert wurden.

Aber warum passiert so wenig, wenn doch so klar ist, was zu tun wäre?

Die weltweite Klimakatastrophe ist eng verknüpft mit der kapitalistischen Produktionsweise und dem ihr eigenen Wachstumszwang. Das bedeutet Ressourcenverbrauch und steigende Treibhausgasemissionen. Wir brauchen eine andere Form des Wirtschaftens. Das Versagen der herrschenden Klimapolitik liegt nicht an schlechter Beratung oder Unkenntnis der Klimawissenschaft, sondern daran, dass die kapitalistischen Profitinteressen von Agrarlobby, Chemiekonzerne, Kohle- und Autoindustrie unauflösbar mit der politischen Macht verstrickt sind. Erst neulich zeigte uns der BUND in Hamburg mit der Veröffentlichung der „Geheimpapiere“ des Bürgermeisters in einem neuerlichen Skandal auf, wie sehr sich Regierungen daran gewöhnt haben, unter dem Druck des Kapitals Forderungen der Industrie gegen die Gesellschaft durchzudrücken. Pläne der Klimazerstörung, die in Hamburg auch von den Grünen mitgetragen werden.

Das heißt: Wer wirklich die weltweite Klimakatastrophe verhindern will, muss mit der kapitalistischen Unordnung brechen und einen Systemwandel durchsetzen. Wir wollen eine Welt, die sich an den Menschen und der Natur ausrichtet.

Kommt zum ´Systemchange – not climate change´-Transpi und seid mit uns laut.:

Treffpunkt für den antikapitalistischen Block:
29.11.2019 | 12 Uhr | Rödingsmarkt | Görttwiete vor der Hamburger Feuerkasse

Der Aufruf wird unterstützt von:
Antifa Altona Ost | Perspektive Links | Spolek | Ende Gelände Hamburg | Interventionitische Linke Hamburg | Seebrücke Hamburg | Gruppe für den organisierten Widerspruch | Projekt Revolutionäre Perspektive

PRP

Das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP) wurde Anfang 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Bereichen der (radikalen) Linken. Die Erfahrungen der Mitglieder reichen in die autonome und antifaschistische Bewegung sowie in die antirassistische und internationalistische Arbeit hinein. Wir haben uns gemeinsam organisiert und versuchen, mit praktischen Aktionen gesellschaftliche Widersprüche aufzugreifen, für eine revolutionäre Perspektive einzutreten und Alternativen zum gegenwärtigen kapitalistischen System aufzuzeigen.

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